Antrag04.03.2026Status: Beschlossen

Schaffung eines Schienenhaltepunkts im Gewerbegebiet Güdderath

Forderung des Antrags: Die Stadt Mönchengladbach möge sich für die Schaffung eines Haltepunktes im Gewerbegebiet Güdderath im Zuge der Einrichtung der S-Bahn-Linie (S6) zwischen Mönchengladbach und Köln, welche aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen gefördert wird, einsetzen.

Beratungsfolge:
Bezirksvertretung Süd (als Tischvorlage) 28.01.2026
Ausschuss für Umwelt und Mobilität 05.02.2026
Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung 10.02.2026

Beratungsgegenstand:
Schaffung eines Schienenhaltepunkts im Gewerbegebiet Güdderath

Beschlussentwurf:
Die Bezirksvertretung Süd, der Ausschuss für Umwelt und Mobilität und der Ausschuss
für Planung, Bauen und Stadtentwicklung empfehlen, der Rat der Stadt beschließt:
Die Stadt Mönchengladbach möge sich für die Schaffung eines Haltepunktes im Gewerbegebiet
Güdderath im Zuge der Einrichtung der S-Bahn-Linie (S6) zwischen Mönchengladbach
und Köln, welche aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen gefördert wird, einsetzen.

Finanzwirksamkeit:
Zunächst keine, Bau des Haltepunktes aus Strukturwandelmitteln, eventuell Kosten für
die Stadt zur Ertüchtigung des Umfelds.

Begründung:
Das Gewerbegebiet Güdderath ist seit Jahren eines der wichtigsten Gewerbegebiete
mit großen Ansiedlungen in der Stadt. Seit über 20 Jahren wird es stets weiterentwickelt. Aktuelle Planungen der Stadt, auch in der Prioritätenliste für Gewerbeflächenentwicklung aus dem Jahre 2024 ersichtlich und vom Rat beschlossen, zeigen, dass ein etwa 36 ha großes Areal zwischen L39 und Schlosspark Wickrath und Wetscheweller Bruch ist in einer fortgeschrittenen Planungsphase. Der Aufstellungsbeschluss für das Areal wurde 2024 beschlossen. Die Stadt sieht eine kurzfristige Entwicklung bis voraussichtlich Ende 2027 vor.

Das Gewerbegebiet ist verkehrlich über die A61 mit der Anschlussstelle Güdderath sowie Landes- und Kreisstraßen erschlossen. Zudem verfügt es über Busverbindungen.
Ein Schienenanschluss ist bisher nicht erfolgt, obwohl es direkt an der Schienentrasse
zwischen Köln und Mönchengladbach liegt. Tausende Pendler pendeln täglich ins Gewerbegebiet. Autobahn und L39 sind schon heute zu Frequenzzeiten überlastet. Laut Autobahn GmbH muss trotz der weiteren Entwicklung von 36 ha im Bereich Güdderath Nord-West noch keine Verbesserung der Anschlüsse erfolgen. Die Verkehrslage zeichnet im Grunde aber ein anderes Bild und potenzielle weitere Flächen in Güdderath Süd-Ost und Sasserath würden jedoch die Kapazitäten völlig überschreiten.

Eine Entlastung könnte ein direkter Haltepunkt für den anliegenden Schienenverkehr
im Gewerbegebiet erbringen. Die Strecke zwischen Köln und Mönchengladbach ist insofern auch interessant, als dass im Investitionsgesetz Kohleregionen aus dem Jahre
2020 die Einrichtung einer S-Bahn-Verbindung zwischen Köln und Mönchengladbach
mit der S6 als Projekt zur Stärkung der Infrastruktur vorgesehen ist. Im Zuge des Projekts werden unter anderem der Bahnhof Jüchen ausgebaut und neue Haltepunkte entlang der Strecke eingerichtet.

Die Stadt Mönchengladbach sollte dringend ebenfalls für das Gewerbegebiet Güdderath einen solchen Haltepunkt bei DB Infrago ins Spiel bringen, um für tausende Pendler eine Alternative zum Auto aufzuzeigen. Aktuell laufen bei den Planungen für die S6 die Leistungsphasen 1 und 2. Es ist also Schnelligkeit beim Handeln durch die Stadt geboten, um dieses Anliegen eventuell auch noch aus Strukturstärkungsmitteln zu realisieren, den Haushalt zu entlasten und die eigene Infrastruktur im Süden der Stadt deutlich zu stärken.

gez.
Daniel Winkens
Vertreter der FDP/VOLT-Fraktion in der BV Süd

gez.
Achim Wyen
Fraktionsvorsitzender

f.d.R.
Eira Dengel
Fraktionsgeschäftsführerin